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2005

Preis für Kunstkritik 2005

Preis der ADKV 2005 erhält Dominic Eichler

Der in Berlin tätige, in Australien geborene Kritiker, Künstler und Musiker Dominic Eichler hat in diesem Jahr den Preis für Kunstkritik der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine (AdKV) erhalten. Die mit 2.500 € verbundene Auszeichnung wurde ihm Anfang Oktober auf dem Berliner Art Forum überreicht. Eichler ist durch Beiträge über noch nicht etablierte Kunst in „Frieze-Contemporary Art and Culture“ und in den „Texten zur Kunst“ sowie durch Katalog-Essays hervorgetreten.

Die Jury nennt Eichlers Texte „stilistisch hervorragend“, lobt deren „eigenen Bedeutungs- und Poesiekosmos“ und zugleich deren „analytische Tiefe“. In der Preis-Beurteilung wird darüber hinaus gewürdigt, dass der Kritiker seine Texte in spekulativer Dimension ausreizt, indem er bewusst gesichertes Terrain verlasse. Er gehe dadurch „durchaus das Risiko ein, in seinem Urteil angreifbar zu sein“.

Dominic Eichler wurde 1966 im australischen Ballarat geboren. Er hat in Melbourne zunächst englische Literatur und danach Jura studiert.

Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine hat ihren Kritikerpreis zum siebenten Mal vergeben. Sie will damit „junge Kritikerinnen und Kritiker in ihrer oft mühsamen und finanziell wenig einträglichen Arbeit unterstützen“.

Walter Vitt, Berlin, im Oktober 2005

Kritikerpreis 2005

Kritikerpreis für Bildende Kunst 2005 für Monkiewitsch und Lewandowsky

Lienhard von Monkiewitsch (Jg. 1941) aus Braunschweig und Via Lewandowsky (Jg. 1963) aus Berlin haben den Kritikerpreis für Bildende Kunst 2005 bekommen.

Die undotierten Auszeichnungen, die der Verband der deutschen Kritiker (Berlin) alljährlich vergibt, werden den beiden Künstlern am 16. April im neuen Leipziger Museum der Bildenden Künste überreicht. Gleichzeitig erhalten in Leipzig auch die diesjährigen Kritikerpreisträger in sieben anderen Disziplinen ihre Urkunden. Der Kritikerverband spricht seine Ehrungen seit über 5 Jahrzehnten in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Fernsehen, Film, Literatur, Musik, Tanz und Theater aus.

Der Maler und Kunstprofessor von Monkiewitsch wird von der Jury vor allem wegen seiner konsequenten Auseinandersetzung mit dem „Schwarzen Quadrat“ des russisch-ukrainischen Malers der frühen Moderne, Kasimir Malewitsch, gewürdigt. An dem Pionier der konstruktiv-konkreten Gestaltung begehe er in einem Mix von Bewunderung und Distanz spielerischen Vatermord. Mit der Idee, das suprematistische Rechteck durch Schnitte zu verändern und einer Fülle von optischen Metamorphosen zu unterwerfen, nehme von Monkiewitsch der Kern-Ikone der nichtabbildenden Malerei des 20. Jahrhunderts respektlos die Gestalt.

Der in Dresden geborene Via Lewandowsky, eine Generation jünger als der Braunschweiger Akademieprofessor, hat im Urteil der Jury den Preis besonders deshalb „verdient, weil er kompromisslos, ohne Rücksicht auf Erfolge am Kunstmarkt und weit entfernt von modischen Strömungen, seinen unverwechselbaren Weg fand“. In der DDR habe er sich mit „spielerischen, oft subversiven Aktionen, Performances und Happenings außerhalb des SED-offiziellen Kunstbetriebs“ bewegt. Seine seit Anfang der 1990er Jahre entstandenen Arbeiten, teils gemeinsam mit Pia Lewandowsky, teils mit dem Dichter Durs Grünbein verwirklicht, gehörten „zu den bedeutendsten Beiträgen einer Kunst, die sich kritisch mit der deutscehn Vergangenheit auseinandersetzt“, argumentieren die Juroren.

Die Jury Bildende Kunst begründet die zweifache Vergabe des Preises für 2005 damit, dass beide Künstler jeweils in ihrem Kunstbereich auf vitale Weise innovativ Position bezogen hätten: Monkiewitsch auf dem Feld der oft totgesagten Malerei, Lewandowsky „im erfolgreichen Bemühen um die Erweiterung und Überwindung des Tafelbildes“. Mit ihrer doppelten Entscheidung will die Jury aber auch „den Blick auf Ost und West und auf die Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit der Bedeutung von ‚Kunst als Kunst’ und ‚Kunst als Antwort auf Politik’“ richten.

Die diesjährigen Preisträger in den 7 anderen Sparten sind die Berliner Architekten Hufnagel Pütz Rafaelian für den Bau des Museums der Bildenden Künste in Leipzig; Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch für ihren Film „Rhythm is it“ in der Sparte Fernsehen; Ayse Polat (Regie) für den Film „En Garde“ (Kategorie Film); das „Deutsche Literaturinstitut Leipzig“ (Sparte Literatur); die Berliner Symphoniker (Musik); die Tänzerin Polina Semionova vom Staatsballett Berlin (Tanz) und der Münchner Sprech- und Musiktheater-Regisseur Jossi Wieler in der Theater-Sparte.

Walter Vitt, Leipzig, im Februar 2005

Ehrendoktorwürde für Werner Spies

Tübinger Ehrendoktorwürde für Werner Spies

Der Kunsthistoriker und Kunstkritiker Werner Spies hat jetzt auch in Tübingen, seiner Geburtstadt, die Ehrendoktorwürde erhalten. Sie wurde ihm am 3. Februar von der Fakultät für Kulturwissenschaften verliehen. Spies, der in Paris lebt und wirkt, sprach bei dieser Gelegenheit über Max Ernst, eine zentrale Figur seiner wissenschaftlichen Forschung. Sein Thema: "Max Ernst - Vox Angelica. Fluchtpunkt der Flucht
aus Europa". Die Freie Universität Berlin hatte das langjährige AICA-Mitglied schon 2003 als ihren Ehrendoktor aufgenommen.

In der Tübinger Verleihungsurkunde für den 1937 geborenen Schriftsteller und Gelehrten heißt es, Spies habe durch seine jahrzehntelangen Forschungen und grundlegenden Publikationen die Sicht der Kunst auf die klassische Moderne mitgeprägt. Das Pariser Centre Pompidou, dieses wichtigste Museum moderner Kunst, verdanke ihm das Konzept seiner Umgestaltung und Modernisierung. In der Urkunde werden ferner die Verdienste von Spies um die Kulturvermittlung zwischen Deutschland und Frankreich hervorgehoben. Außerdem habe er als langjähriger Kunstkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hohe intellektuelle, analytische und stilistische Maßstäbe gesetzt.

Werner Spies gehört seit den 1960er Jahren der deutschen AICA an. Seit dieser Zeit auch ist er als Kunstkritiker für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig. Von 1975 bis 2002 war er Inhaber des Lehrstuhls für die Kunst des 20. Jahrhunderts an der
Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. „Mit seinem prägnanten Argumentationsstil beeinflusste er eine ganze Generation von Kunsthistorikern“, heißt es in der Tübinger Würdigung weiter. Spies habe als Organisator von zahlreichen wichtigen Ausstellungen wiederholt eng mit der Kunsthalle Tübingen und mit Götz
Adriani zusammengearbeitet.

Walter Vitt, Köln, im Februar 2005

Ehrendoktorwürde für Werner Spies

Tübinger Ehrendoktorwürde für Werner Spies

Der Kunsthistoriker und Kunstkritiker Werner Spies hat jetzt auch in Tübingen, seiner Geburtstadt, die Ehrendoktorwürde erhalten. Sie wurde ihm am 3. Februar von der Fakultät für Kulturwissenschaften verliehen. Spies, der in Paris lebt und wirkt, sprach bei dieser Gelegenheit über Max Ernst, eine zentrale Figur seiner wissenschaftlichen Forschung. Sein Thema: "Max Ernst - Vox Angelica. Fluchtpunkt der Flucht
aus Europa". Die Freie Universität Berlin hatte das langjährige AICA-Mitglied schon 2003 als ihren Ehrendoktor aufgenommen.

In der Tübinger Verleihungsurkunde für den 1937 geborenen Schriftsteller und Gelehrten heißt es, Spies habe durch seine jahrzehntelangen Forschungen und grundlegenden Publikationen die Sicht der Kunst auf die klassische Moderne mitgeprägt. Das Pariser Centre Pompidou, dieses wichtigste Museum moderner Kunst, verdanke ihm das Konzept seiner Umgestaltung und Modernisierung. In der Urkunde werden ferner die Verdienste von Spies um die Kulturvermittlung zwischen Deutschland und Frankreich hervorgehoben. Außerdem habe er als langjähriger Kunstkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hohe intellektuelle, analytische und stilistische Maßstäbe gesetzt.

Werner Spies gehört seit den 1960er Jahren der deutschen AICA an. Seit dieser Zeit auch ist er als Kunstkritiker für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig. Von 1975 bis 2002 war er Inhaber des Lehrstuhls für die Kunst des 20. Jahrhunderts an der
Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. „Mit seinem prägnanten Argumentationsstil beeinflusste er eine ganze Generation von Kunsthistorikern“, heißt es in der Tübinger Würdigung weiter. Spies habe als Organisator von zahlreichen wichtigen Ausstellungen wiederholt eng mit der Kunsthalle Tübingen und mit Götz
Adriani zusammengearbeitet.

Walter Vitt, Köln, im Februar 2005