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2011

Walter Vitt zum 75. Geburtstag

Mit dem Kunstgeschehen unserer Zeit verbunden
Zum 75. Geburtstag von Walter Vitt am 2. Oktober 2011

Walter Vitt, 1936 in Gera (Thüringen) geboren, aufgewachsen in Braunschweig, studierte an der Universität Münster und lebt seit 1963 als Journalist, Kunstschriftsteller und Kurator in Köln.
Bis 1998 war er Redaktionsmitglied beim WDR, der ihn Anfang der 1980er Jahre zum ersten hauptamtlichen Ausbildungsbeauftragten für die Programme des Senders bestimmte. Obwohl in der politischen Redaktion angesiedelt, geriet immer mehr auch sein Engagement für den kulturellen Bereich in den Vordergrund, insbesondere für die bildende Kunst und die Kunstkritik. Schon in den Jahren zuvor hatte er sich publizistisch in diesem Bereich betätigt und war damit zum ständigen Mitarbeiter mehrerer Zeitschriften, Tages- und Wochenzeitungen geworden.
Seit 1978 Mitglied der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes (AICA), wurde er 1986 zu deren Sekretär gewählt. Von 1989 bis 2008 war er Präsident des Verbandes und hat sich gleich zu Beginn intensiv für die Vereinigung der ost- und westdeutschen Sektionen eingesetzt und schließlich deren Gesamtleitung übernommen.
Über die aktuelle Berichterstattung hinaus erwarb Vitt hohes Ansehen als Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Kataloge über Kunstereignisse des 20. Jahrhunderts. Seine besondere Aufmerksamkeit galt Künstlern, die noch nicht im Vordergrund öffentlicher Aufmerksamkeit standen. Erfolgreich war auch sein Bemühen als deutscher AICA-Präsident, das Kunst-Erleben einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Vitt ist Gründer und Herausgeber der inzwischen 21bändigen AICA-internen Reihe „Schriften zur Kunstkritik" (1993-2011) sowie des Jubiläumsbandes „Vom Kunststück, über Kunst zu schreiben", 2001 anlässlich des 50jährigen Bestehens der AICA Deutschland erschienen. Mit den „Schriften" hat er Arbeiten von Kolleginnen und Kollegen herausgebracht, andere Autoren gefördert und ihnen so eine Miniaturbühne geschaffen. Umgekehrt erschien 1996 zu seinem 60. Geburtstag eine Festschrift des Ingolstädter Museums für Konkrete Kunst unter dem Titel „An Kunst glauben, von Kunst träumen" mit Danksagungen von 77 Kollegen für sein leidenschaftliches kunstkritisches Engagement.
Dass Vitts Aktivitäten nicht nur kunsttheoretischer Natur blieben, beweisen kommunale Anregungen in Köln, so in dessen Südstadt, wo er 2001 das Projekt eines sich fortentwickelnden Bodendenkmals im „Namen der Autoren" zur Erinnerung an die dortige Bücherverbrennung während der Nazizeit initiierte sowie zusammen mit Michael Zepter eine erfolgreiche Unterschriften-Aktion gegen den Abriss des denkmalgeschützten Opernhauses der 1950er Jahre (2005).
Der Name Walter Vitt bleibt untrennbar mit dem Kunstgeschehen unserer Zeit verbunden. Herzliche Glückwünsche also zum Fünfundsiebzigsten.

Horst Richter, Köln, 02.10.2011
(Die Kollegen der AICA schließen sich diesen Zeilen an und wünschen Walter Vitt alles Gute für die nächsten Jahre)
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