Internationaler Kunstkritikerverband, Sektion der BRD









Vom Kunststück, über Kunst zu schreiben
Festschrift 50 Jahre deutsche AICA

Reihe "Schriften zur Kunstkritik"

Die Reihe wurde 1993 von Walter Vitt begründet und wird von ihm im Zusammenwirken mit der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA herausgegeben.

Jeder Band ist auf 48 Seiten begrenzt, ist sozusagen eine "Nachmittagslektüre". Die Reihe soll betont als Alternativprogramm zu den Großkatalogen einer bestimmten Ausstellungs-Praxis der Gegenwart begriffen werden.

Als Autorinnen und Autoren werden bevorzugt Mitglieder der deutschen AICA-Sektion eingeladen. Die Themenstellung entspricht dem aktuellen Diskurs in der Kunstkritik.

Besonderen Wert wird auf die Ausstattung der kleinen Hefte gelegt. Für die Umschläge konnte die Mitarbeit des Braunschweiger Malers und Kunstprofessors Lienhard von Monkiewitsch gewonnen werden. Sein Kompositions- und Konstruktionssystem "Mit Quadrat, Parallelogramm und Rechteck" eignet sich vorzüglich für eine phantasievolle Fortentwicklung des Umschlagdesigns. Es ist beabsichtigt, die Zusammenarbeit mit dem Maler fortzusetzen.

Bisher sind erschienen:

Jeder Band € 9,10.
Im Abonnement (auch rückwirkend) 20% Rabatt.

Bestellungen bitte an:

Internationaler Kunstkritikerverband (AICA)
Maternusstr. 29
50678 Köln
Fax: 0221 - 31 53 37

bisher erschienen

Band 1

Alexander Jakimovic / Stephan Schmidt-Wulffen
Zentrum und Peripherie
Köln 1993ISBN 3-9802827-0-8
Zwei Vorträge, die 1992 auf dem Wiener Kunstkritikerkongreß der AICA über den Verlust zentraler Werte gehalten worden sind.

Band 2

Eduard Beaucamp
Ästhetische Bußpredigten
Mit Antworten von L. Gerdes, J.-C. Ammann und W. Schmalenbach
Köln 1994ISBN 3-9802827-2-4
Eduard Beaucamp vertritt die These, daß die Moderne tot ist und fundamentale Umbrüche in der Bildenden Kunst nicht mehr zu erwarten sind.

Band 3

Günter Feist
Option Gegenwehr
Korrektive zur Kunstpolitik in der DDR
Köln 1995ISBN 3-9802827-3-2
Feists Vortrag behandelt Vorgänge, die das zweite Avantgarde-Verbot in Deutschland begleitet haben, und stellt dar, wie die Politik in der DDR mit den Urhebern von 'Störbildern' umging.

Band 4

Sabine Schütz
Der "Lackmus-Test"
Zur Kunstkritik am Beispiel Kiefer
Köln 1996ISBN 3-9802827-4-0
Kunstkritische Überreaktionen sind im Fall Anselm Kiefer die hervorstechenden Rezeptions-Merkmale. Sabine Schütz geht dieser Polarität unter Beachtung auch internationaler Kritik nach.

Band 5

Heinrich Hahne
Sprache und Kunstkritik
Mit Denkversuchen von Kurt Leonhard
Köln 1997ISBN 3-9802827-7-5
Hahne erwartet vom Kunstkritiker die Fähigkeit, den Gegenstand sprachlich nicht zu verfehlen. Gefordert wird die Entsprechung von Wort und Werkstruktur.

Band 6

Andreas Hüneke / Carl Linfert
"Entartete Kunst"
Kommentar 1989/1996 zum Kommentar 1937
Köln 1997ISBN 3-9802827-9-1
Hüneke erkennt in Linferts Text von 1937 sein eigenes camouflierendes Schreiben aus DDR-Zeiten und befreit den berühmten Kritikerkollegen vom Odium des Mitläufers während der NS-Zeit.

Band 7

Hanno Reuther
Himmel & Hölle: Beuys
Vier kritische Umrundungen 1977 bis 1987
Köln 1998ISBN 3-9805962-4-9
In dem Band mit Texten über Beuys aus über einem Jahrzehnt soll sich nicht die Entwicklung eines Künstlers darstellen, sondern die eines Kritikers und dessen sich verändernde argumentative Positionen.

Band 8

Klaus Honnef
Wege der Kunstkritik
Texte zwischen Theorie und Künstlerlob
Köln 1999ISBN 3-9805962-5-7
Honnef beendet seine Geschichte der Kunstkritik mit dem Vorschlag, die Kritik dürfe sich nicht nur mit Kunst-Kunst befasssen, sondern müsse dies mit der visuellen Kultur insgesamt tun.

Band 9

Stefan Römer
Fake als Original
Ein Problem für die Kunstkritik
Köln 1999ISBN 3-9805962-6-5
Der Autor befaßt sich mit der weitgehenden Ratlosigkeit der Kunstkritik gegenüber der Appropriation Art, einer Kunst, die - wie etwa bei Sherrie Levine - die offene Aneignung vorhandener Kunst betreibt.

Band 10

Wilfried Dörstel
Fabris kunstkritische Maximen
Der Wiedereintritt von Albrecht Fabris Kritik-Theorie
Köln 2000ISBN 3-9805962-7-3
Albrecht Fabri sieht die Kunstkritik als Komplement des Kunstwerks. Der Kritiker wird an der Produktivität anderer produktiv, sofern die Produktivität der anderen etwas offen gelassen hat.

Band 11

Andreas Hüneke
Der Fall Robert Scholz
Kunstberichte unterm Hakenkreuz
Köln 2001ISBN 3-9805962-9-X
Robert Scholz war während des Hitler-Regimes Kunst-Kritiker des "Völkischen Beobachters", Leiter der Hauptstelle Bildende Kunst unter dem Rassenideologen Rosenberg und Museumsdirektor in Halle. Es ging ihm eindeutig um die "Beteiligung an der Macht", wie Andreas Hüneke urteilt. Seine Texte über Kunst folgten der NS-Ideologie - auch noch nach 1945.

Band 12

Stefan Koldehoff
Meier-Graefes van Gogh
Wie Fiktionen zu Fakten werden
Köln/Nördlingen 2002
ISBN 3-936363-05-6
Bis in unsere Tage halten sich in der Kunstliteratur viele Legenden um van Gogh, wie sie dessen erster Biograf Julius Meier-Graefe in seinen Büchern "erfunden" hat. Autor und Herausgeber plädieren für einen kritischen Umgang mit vorangegangenen Kunsttexten.

Band 13

Walter Vitt
Palermo starb auf Kurumba
Wider die Schlampigkeiten in Kunstpublikationen
Köln/Nördlingen 2003
ISBN 3-936363-10-2
Der Verfasser beklagt die vielen biografischen und sachlichen Fehler, die in Künstler-Lexiken und Katalogen zu finden sind und durch unkritisches Abschreiben dann in der Häufigkeit ihres Aufscheinens zu "Wahrheiten" mutieren. Vitt vertraut der Verlässlichkeit lexikographischer Arbeit im Kunstbereich nicht mehr.

Band 14

Wieland Schmied
Das Rätsel de Chirico - Zerstörte Legenden, korrigierte Daten, gefälschte Bilder
Köln/Nördlingen 2004
ISBN 3-936363-23-4
Der Maler Giorgio de Chirico hat sich lebenslang in Legenden und Mystifikationen eingewoben. Er glaubte auch daran. Wieland Schmied geht vielen dieser Legenden nach und versucht erfolgreich, das Rätsel de Chirico zu enträtseln.

Band 15

Isgard Kracht
Franz Marc – „entartet“, aber deutsch
Kunstberichte unterm Hakenkreuz II
Nördlingen 2005
ISBN 3-936363-32-3
Nach Hünekes „Der Fall Robert Scholz“ (Band 11 der Reihe) der zweite Essay, der sich mit der Kunst-Berichterstattung im Hitler-Regime befasst. Die Autorinbelegt die lange Jahre unentschiedene Haltung hinsichtlich der Beantwortung der Frage, ob Marc denn nun „entartete“ Bilder geschaffen hat oder ein „deutscher“Künstler war.


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